Betrug mit Kreditkarten

Auch wenn Deutschland im Vergleich zu anderen Nationen, gerade den USA in Sachen Kreditkartennutzung noch hinterherhinkt, so kommt dieses Zahlungsmittel auch hierzulande immer mehr in Mode. Das gilt insbesondere für die Zahlung von größeren Beträgen. Umso mehr Gewicht gewinnt die Prävention von Kreditkartenbetrug gerade bei Online-Zahlungen, die in der heutigen vernetzen Welt immer häufiger vorkommen.

Zu beachten ist auch, dass gerade in vielen Online-Shops die Angabe rudimentärer Kreditkarten- und Personendaten für eine erfolgreiche Zahlungsabwicklung genügt. Insofern kann der sensible Umgang mit persönlichen Daten nicht häufig genug empfohlen werden.

Gefahr durch Phishing-Mails

Wer kennt Sie nicht: Mehr oder weniger dubios verfasste Mails in schlechterem oder besseren Deutsch, die beispielsweise eine Sperrung der eigenen Kreditkarte androhen, wenn nicht bestimmte Daten online überprüft und aktualisiert werden. Von einer Reaktion auf eine solche Mail kann nur dringend abgeraten werden, denn ein solches Vorgehen widerspricht der Praxis aller renommierten Kreditkarteninstitute. Auch antworten sollten Sie auf eine solche Mail nicht. Vielmehr sollten Sie im Zweifelsfall Ihr ausgebendes Bankhaus oder das Kreditkartenunternehmen selbst kontaktieren, um den Sachverhalt zu klären. Klicken Sie niemals auf einen Link in einer solchen Mail, dabei kommt nie etwas Gutes heraus!

Limits schützen

Wer sich generell vor Kreditkartenbetrug schützen will, der setzt das verfügbare Limit, bis zu dem pro Monat über eine Kreditkarte bezahlt werden kann auf einen moderaten Betrag herab. So ist der Schaden bei einem Betrugsfall zumindest begrenzt. Allerdings sollte man gerade vor Antritt eines Urlaubs in ein Land, in dem man üblicherweise per Kreditkarte bezahlt prüfen, ob dieses Limit für die Urlaubsreise ausreicht. Gegebenenfalls können Sie auch mehrere Kreditkarten mit jeweils niedrigem Limit verwenden, um bei Verlust einer Karte weitgehend limitiert gegen Betrugsfälle zu sein.
Kreditkarte nicht aus den Augen lassen

Setzt man die Kreditkarte in einem Ladengeschäft oder einem Restaurant ein, so kann man nur empfehlen, die Karte beim Bezahlvorgang nicht aus den Augen zu lassen. Wie bereits erwähnt reicht das Abschreiben von Kartennummer, Namen des Karteninhabers, Prüfnummer und Gültigkeitsdatum für die meisten Online-Bezahlvorgänge bereits aus. Sie sollten sich also sicher sein, dass keine missgünstigen Angestellten eines sonst vertrauenswürdigen Geschäfts diese Daten unbeobachtet ausspähen können. Lassen Sie sich also im Zweifelsfall das Karten-Lesegerät an den Tisch oder die Verkaufsstelle kommen, um den Vorgang im Blick zu behalten. Das sollte in der Regel kein Problem darstellen.

3-D Technik nutzen

Für Online-Zahlungen hat sich mittlerweile für viele Karteninstitute das 3-D Verfahren etabliert, in dem neben den üblichen Daten ein weiteres Passwort eingegeben werden muss, um eine Zahlung durchführen zu können. Sie sollten dieses Angebot unbedingt wahrnehmen, installiert es doch für den Online-Bereich ein weiteres Hindernis gegen den Missbrauch Ihrer Kreditkarte.

PIN absichern

Viele Kreditkarten bieten dem Eigentümer auch die Möglichkeit, über eine angeschlossene PIN-Nummer an vielen Geldautomaten Beträge abzuheben. Wenn Sie hier auf Nummer Sicher gehen wollen, nehmen Sie diesen Service gar nicht erst in Anspruch. Ansonsten gelten dieselben Empfehlungen wie bei EC-Karten: Notieren Sie im Optimalfall die PIN-Nummer nirgendswo, ansonsten verwenden Sie eine schlecht zu erratende Ziffern-Kombination und bewahren Sie Hinweise auf Ihren PIN-Code separat von der eigentlichen Karte auf.

Wenn Sie die genannten Tipps beherzigen, sind Sie schon relativ sicher gegen Kreditkartenbetrug. Sollte dennoch etwas passieren, können Sie immer noch versuchen, mit dem Kreditkarteninstitut oder der ausgebenden Bank zwecks Schadensregulierung zu sprechen. Das ist oft möglich (mit Ausnahme von grober Fahrlässigkeit Ihrerseits), allerdings sind die Hürden durchaus höher gesteckt als im Vergleich zum EC-Kartenbetrug.

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